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Hallux valgus Operation nach McBride (auch Weichteil-OP genannt)

Diese Verfahren zur Operation von Hallux valgus ist besonders für jüngere Patienten geeignet. Die OP nach McBride wird angewendet wenn die Fehlstellung des großen Zehs noch passiv ausgeglichen werden könnte. Zusätzlich dazu darf nur eine geringe Arthrose am Gelenk vorliegen.


Ablauf der Hallux valgus Operation nach McBride

Bei der Operation wird ein Hautschnitte an der Seite des Fußes gesetzt, an welcher auch das Überbein zu sehen ist. Ähnlich der Umstellungsosteotomie nach Austin wird die Exoste am Gelenk entfernt bzw. abgemeißelt. Anschließend wird noch die Lage der Kapsel und der Muskeln am Zeh noch korrigiert und zusätzlich gestrafft. Im Gegensatz zur Basisosteotomie Os metatarsale I muss das Gelenk nicht mittels Schrauben oder Klammern fixiert werden. Abschließend wird der Schnitt noch vernäht, um eine möglichst Komplikationslose Heilung zu ermöglichen

Nachbehandlung nach der Operation

Um ein möglichst schnelle und problemlose Heilung des Fußes und des Zehengelenks zu ermöglichen, sollte der Fuß hoch gelagert und gekühlt werden. Zusätzlich dazu sollten noch ggf. entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden.




Operationsverfahren der Basisosteotomie Os metatarsale I

Ein Verfahren zur operativen Korrektur von sehr stark ausgeprägtem Hallux valgus ist die Basisosteotomie Os metatarsale I. Bei dieser Operationsmethode handelt es sich um ein gelenkerhaltendes Verfahren. Diese Verfahren kann nur eingesetzt werden, wenn keine fortgeschrittene Artrose des Großenzehgelenks vorliegt.

Ziel und Ablauf der Basisosteotomie Os metatarsale I

Das Prinzip dieser Hallux-valgus-Operation ist, genauso wie bei dem Verfahren nach Austin, den Winkel zwischen dem ersten und dem zweiten Mittelfußknochen wieder zu verkleinern. Um das zu erreichen, wird an dem proximalen (dem körpernahen) Ende des ersten Mittelfußknochens ein Keil herausgeschnitten und der große Zeh in die richtige Lage gebracht.
Dadurch, dass der Knochen durchtrennt wurde, muss man diesen mittels Schrauben fixieren. Meist achten die behandelnden Ärzte auch darauf, dass die Schrauben so eingebracht werden, dass man diese später nicht wieder entfernen muss, um unnötige Operationen zu vermeiden.

Nachbehandlung nach der Operation

Im Gegensatz zur Operationsmethode nach Austin muss der Fuß und im Speziellen der Vorfuß länger entlastet werden. Aus diesem Grund sollte auch ein spezieller orthopädischer Entlastungsschuh getragen werden. Auf der Ferse darf der operierte Fuß bereits unmittelbar nach Operation belastet werden.

Umstellungsosteotomie nach Austin

Über die Jahre hinweg haben sich viele verschiedene Verfahren zur operativen Korrektur des Hallux valgus etabliert. Eine relativ bekannte Form der Hallux valgus-Operation ist die so genannte Umstellungsosteotomie nach Austin.




Vorraussetzungen für die Umstellungsosteotomie nach Austin

Diese kann bei schwerem und mittlerem Ausmaß angewendet werden. Wichtig ist noch, dass wenn Arthrose vorliegt, diese nur schwach ausgeprägt sein darf. Des Weiteren darf der Winkel zwischen dem ersten und dem zweiten Fußmittelknochen 16 Grad nicht überschreiten.

Ablauf der Umstellungsosteotomie nach Austin

Bei dieser Operationsmethode wird die Exostose am Grundgelenk des großen Zehs entfernt. Als Exostose wird ein Zuwachs von Knochenmaterial bezeichnet. Im Falle des Hallux valgus wird diese auch als Pseudo-Exostose bezeichnet, da kein Knochenmaterial zuwächst, sondern nur das Gelenk stark nach außen steht, was auf den ersten Blick wie eine Exostose wirkt. Um die volle Funktionsfähigkeit der Zehen wieder herzustellen, wird noch die Lage der Sehnen sowie die des großen Zehs korrigiert.
Der Eingriff kann entweder ambulant oder aber auch stationär durchgeführt werden. Die Fäden können in der Regel zehn Tage nach der Operation gezogen werden, sofern keine Komplikationen aufgetreten sind.

Wichtig ist nach Umstellungsosteotomie nach Austin den Fuß zu schonen

Um sicherzustellen, dass der Fuß und besonders der große Zeh sich von dem Eingriff ordentlich erholen, muss zur Nachbehandlung für etwa fünf bis sechs Wochen ein spezieller Schuh getragen werden, welcher den Vorderfuß entlastet.




Hallux-valgus-Schiene

Wenn der Hallux valgus keine gesundheitlichen Beschwerden mit sich bringt, raten viele Orthopäden von einer operativen Entfernung ab. Stattdessen wird oftmals eine konservative Therapie empfohlen. Eine relativ neue Therapiemöglichkeit, welche sogar eine Heilung von Hallux valgus ohne Operation verspricht, ist das Tragen einer Fußschiene.

So funktioniert die Hallux-valgus-Schiene

Durch das Tragen einer Hallux-valgus-Schiene wird der große Zeh wieder in seine ursprüngliche Haltung gebracht. Dadurch werden die Sehnen, Kapseln und Gelenke, im Speziellen das Großezehgelenk, gedehnt und die Fehlstellung wird korrigiert. Daneben stützen Hallux-valgus-Schienen auch den Mittelfuß. Einige der angebotenen Hallux-valgus-Schienen korrigieren neben Hallux valgus auch den Spreizfuß.
Meist empfiehlt es sich, eine Hallux-valgus-Schiene vorerst nur nachts zu tragen, damit sich der Fuß und besonders der große Zeh daran gewöhnt. Sobald man sich an die Schiene gewöhnt hat, kann man diese auch tagsüber tragen. Einige Hallux-valgus-Schienen sind auch so klein, dass man Schuhe anziehen kann, ohne dass diese stören.
In der Regel stellt sich schon nach einigen Tagen bis Wochen eine Besserung ein.

Wie erfolgversprechende ist die Therapie mit einer Hallux-valgus-Schiene?

Zeitgleich nehmen meist auch die Beschwerden ab. Wie erfolgversprechend die Behandlung ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, da noch Langzeitstudien fehlen. Grundsätzlich sieht es aber danach aus, dass diese Therapiemethode ein gute Alternative zur operativen Behandlung darstellt.

Durch Richtige Schuhe Hallux valgus vermeiden

Wie bereits mehrfach von mir berichtet gilt als eine der Hauptursachen für Hallux valgus, falsches Schuhwerk. Solche Schuhe stören auf Dauer das Verhältnis von Fußmuskulatur, der Bänder sowie der Sehnen.

Im Wesentlichen gibt es drei Faktoren bei Schuhen, welche Hallux valgus begünstigen:
  • Schuhe, mit einer zu engen Schuhspitze zwingen den großen Zeh in eine unnatürliche Haltung. Über die Jahre hinweg nimmt der große Zeh diese Haltung dann ein.
  • Ein zu hoher Absatz kann dazu führen, dass die Zehen bzw. der Vorderfuss übermäßig belastet wird. Diese übermäßige Belastung kann zu Spreizfussbildung führen, welche wiederum das entstehen von Hallux valgus begünstigt. Des Weiteren, werden durch solche hohen Absätze die Zehen nach vorne in die Schuhspitze gedrückt.
  • Sind Schuhe zu kurz bzw. zu klein werden die Zehen, besonders der große Zeh, in eine unnatürliche Haltung gezwängt. Hier gilt dasselbe wie bei Schuhen mit zu enger Spitze: Über die Jahre hinweg nehmen die Zehen diese unnatürliche Haltung an und Hallux valgus entsteht.

Also beim nächsten Schuhkauf einfach mal auch drauf achten das die Schuhe nicht nur elegant sind sondern auch tatsächlich passen und den Zehen genügend Freiraum bieten. Aber am besten ist einfach, wenn man mal komplett auf die eignen Schuhe verzichtet und Barfuss geht.